Der Hartz IV-Regelbedarf 2018 macht die Armut noch schlimmer

Der Hartz IV-Regelbedarf 2018 macht die Armut noch schlimmer

Was alles im Hartz 4-Regelbedarf enthalten ist

ZEITPUNKT-MAGAZIN – Am Regelsatz (ab 2018 416 Euro für Alleinstehende) scheiden sich die Geister: Jeder Betroffene weiß, dass die Summe kaum ausreicht, um einen Monat vernünftig zu überstehen, von Zukunftsplanung mal ganz abgesehen. Das sagen auch die Sozialverbände, die mindestens 150 Euro zusätzlich im Monat fordern. Das Bundesamt für Statistik und die Jobcenter sind anderer Meinung. Weil sich der Regelsatz am Einkaufsverhalten der Durchschnittsbevölkerung orientiert, sei alles in Ordnung. 

Hartz 4 ist asozial
Neben den Mietkosten, die zusätzlich gezahlt werden, musst man als Alleinstehender mit 416 Euro monatlich leben. Diese Auflistung zeigt, wofür wieviel zur Verfügung steht (Werte gerundet):
„Essen und Trinken“ – ca. 31% (130 Euro)
„Spaß und Freizeit“ – ca. 12% (50 Euro)
„Internet, Telefon, Post“ –ca. 9% (40 Euro)
„Kleidung“ – ca. 9% (39 Euro)
„Strom und Haushalt“ – ca. 8,5% (35 Euro)
„Sonstige Einkäufe“ – ca. 7,5 % (30 Euro)
„Bus & Bahn, Auto“ –ca. 6% (26 Euro)
Gesundheitspflege“ – ca. 4% (18 Euro)
„Restaurants, Hotels“ –ca. 2% (8,50 Euro)
„Bildung und Lernen“ –ca. 0,5% (1,50 Euro)

Bei den Zahlen ist zu beachten, dass man nur 374 Euro monatlich hat, wenn man mit einem Partner zusammenlebt. Das ist wenig. Das Beispiel Bildung zeigt, wie ungerecht die Verteilung ist. Die Politik fordert mehr Bildung, um aus der Armut zu gelangen. Die 1,50 Euro, die dafür zur Verfügung stehen, reichen aber gerade mal für ein Buch im Jahr. Kombiniert mit oft sinnlosen Jobcenter-Zwangsmaßnahmen zur „Fortbildung“ bleibt man kopfschüttelnd zurück. 

(Quelle: http://www.gegen-hartz.de)

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