Crowdinvesting unter die Lupe genommen - die eigene Stadt stärken!
Geschrieben von Zeitpunkt am 29. Dezember 2017 um 09:44:54

ZEITPUNKT-MAGAZIN - Berlin ist die deutsche Stadt mit den meisten Start-ups. Die Gründerszene ist in dieser Stadt besonders groß und gut vernetzt, und daran kann jeder teilhaben, der ein paar Euros erübrigen kann. Die Mitfinanzierung von Projekten mittels Crowdinvesting hat sich mit den Jahren immer weiter durchgesetzt. Doch welche Vorteile und Risiken ergeben sich für Anleger? 


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ZEITPUNKT-MAGAZIN - Berlin ist die deutsche Stadt mit den meisten Start-ups. Die Gründerszene ist in dieser Stadt besonders groß und gut vernetzt, und daran kann jeder teilhaben, der ein paar Euros erübrigen kann. Die Mitfinanzierung von Projekten mittels Crowdinvesting hat sich mit den Jahren immer weiter durchgesetzt. Doch welche Vorteile und Risiken ergeben sich für Anleger? 

Viele kleine Leute finanzieren eine große Sache
Crowdinvesting wird als Schwarmfinanzierung ins Deutsche übersetzt, und Crowdfunding wird oft synonym gebraucht. Trotzdem handelt es sich bei Crowdinvesting und Crowdfunding um zwei ganz unterschiedliche Phänomene, die nur die Finanzierung durch dank vieler kleiner Spenden gemeinsam haben.

Während beim Crowdfunding soziale oder künstlerische Projekte gegen ein Dankeschön finanziert werden, wird das Geld beim Crowdinvesting gewinnbringend angelegt. So können die Renditen teilweise zwischen 2,5 Prozent bis 8 Prozent liegen, abhängig vom jeweiligen Projekt. Investiert wird in Start-ups, in Immobilien oder Produkte, die entwickelt werden und in die Serienproduktion gehen sollen.

Die Projekte sollten von seriösen Anbietern gründlich geprüft werden, denn die Plattformen verdienen nur an der Vermittlung zwischen Gründern/Bauherren und Investoren, wenn das jeweilige Projekt erfolgreich finanziert werden kann. Es gibt also bei seriösen Anbietern ein großes Interesse daran, nur Projekte mit Erfolgsaussichten anzunehmen.

Vorteile für willige Investoren: Transparenz, niedrige oder keine Gebühren, Unabhängigkeit
Generell haben Menschen, die nur kleine Beträge im zwei- oder dreistelligen Bereich investieren können, keine weitreichenden Möglichkeiten. Meist wird bei der Hausbank zu einem Sparvertrag der einen oder anderen Art geraten, oder das Geld soll in Wertpapiere fließen. Wer wirklich unabhängig sein will, informiert sich selbst. Das wissen die Anbieter und Plattformen und stellen entsprechend viele Informationen zur Verfügung. Sie verlangen entweder nur sehr niedrige oder gar keine Gebühren von den Klein- und Kleinstinvestoren, denn die Vermittlungsdienste werden über die Projekte und Suchenden finanziert.

Allerdings
gibt es beim Crowdinvesting auch Nachteile. Die investierten Gelder sind gebunden, in der Regel mindestens drei Jahre. Exporo – eine Crowdinvesting-Plattform für Immobilien – begründet das so: Werden Immobilien über Crowdinvesting finanziert, brauchen die Bauherren eine gewisse Planungssicherheit. Kommt die für die Finanzierung erforderliche Summe nicht zusammen, werden die Projekte gar nicht erst angegangen. Kommt das Projekt zustande, werden die Renditen erst nach Ablauf der angegebenen Zeit ausgezahlt. Die Renditen ergeben sich aus Mieteinkünften oder den Gewinnen aus einem Verkauf.

Ein weiterer Nachteil liegt in der Art der Darlehen:
Crowdinvesting ist immer ein Nachrangdarlehen. Das heißt: Geht das Projekt in der Umsetzungsphase (also bei Immobilien während des Baus) pleite, werden zuerst alle anderen Interessen bedient, bevor die Kleininvestoren aus der Crowd ihr Geld zurückbekommen.

Standort Berlin
Einige Crowdinvesting- und Crowdfunding-Plattformen, die deutschlandweit operieren, kommen aus Berlin. Da gibt es aber auch eine ganz besondere Plattform: Berlin Crowd. Der Anbieter hat sich darauf spezialisiert, Unternehmen in Berlin zu fördern, die webbasiert, nachhaltig und skalierbar arbeiten. So stärkt Berlin Crowd den Standort Berlin und insbesondere die Start-up Szene, die mit willigen Investoren und Investorinnen zusammengebracht wird.