Die gnadenlose Scharfstein Group –
ein Immobilienhai: Das Berliner Rockhaus soll geschlossen werden

Die gnadenlose Scharfstein Group –ein Immobilienhai: Das Berliner Rockhaus soll geschlossen werden

Solidarität mit einem wichtigen Stück Kultur – Profitgier will Übungsräume für 1000 Musiker und 250 Bands schließen

ZEITPUNKT-MAGAZIN – In Berlin betreibt Dirk Kümmele seit 10 Jahren mit dem Berliner Rockhaus das wohl größte Proberaumhaus in Deutschland und bietet dort ca. 1000 Musikern und Musikerinnen aus allen Teilen Deutschlands und Europa Proberäume an. So probten im Berliner Rockhaus schon Max Giesinger, Namika und Elena (Schwester von David Garrett) oder auch Frank Schöbel, sowie einzelne Schlagzeuger der Blue Man Group. Aber auch viele Kinder und Jugendliche freuen sich, dort ihren Musikunterricht von einer der ansässigen Musikschulen zu erhalten. 

Doch seit über einem Jahr gibt es Streitigkeiten mit dem neuen Eigentümer des Hauses, der Buchberger Straße 6 GmbH und dessen Geschäftsführer Herrn Shai Scharfstein, der das Objekt im Sommer 2015 kaufte und schon wenig später einen Grund suchte, Herrn Kümmele mit seinem Berliner Rockhaus vorzeitig zu kündigen. So wurden dem Berliner Rockhaus bzw. Herrn Kümmele zuerst Versäumnisse bei der Umsetzung der Baugenehmigungen zur Nutzungsänderung von Büroräumen zu Proberäumen unterstellt und letztlich ein angeblicher Schriftformfehler aus dem bestehenden Mietvertrag behauptet, um vorzeitig eine Kündigung auszusprechen. 

Kurze Zeit nach der eigenmächtigen Kündigung, die vom Berliner Rockhaus bestritten wird, bot Herr Scharfstein das Objekt bereits ein Jahr nach dem eigenen Erwerb wieder zum Verkauf an und zwar Interessenten, die das Haus ebenfalls als Proberaumkomplex nutzen wollten. Einer Herrn Kümmele zugegangenen Information von einer nicht genannt wollenden Quelle aus der Immobilienwirtschaft, sollten somit nach seiner Kündigung in der Neuvermietung anschließend höhere Mieteinnahmen erzielt werden. 

Der neue Eigentümer beantragte dann beim Landgericht Berlin eine Räumungsklage gegen Herrn Kümmele, der sich folglich mehrmals bemühte noch eine gütliche Einigung zu erzielen. Herr Kümmele wollte u.a. auch selbst kaufen, aber der aufgerufene Kaufpreis war, noch dazu für die veraltete Bausubstanz, mit rund 9 Millionen € dann doch mehr als spekulativ.Der Rechtsstreit ist derzeit beim Kammergericht in Berlin zur Berufung anhängig.

Herr Scharfstein zeigte aber an Güteverhandlungen, die auf eine dauerhafte Erhaltung des Projekts zielten, kein Interesse! Mittlerweile scheinen aber auch seine Verkaufsvorstellungen gegenüber potentiellen Interessenten für die Übernahme des Hauses als Proberaumkomplex fruchtlos geblieben zu sein, denn nun sollen nach seinem Willen nicht nur Herr Kümmele als Hauptmieter und Betreiber des Berliner Rockhauses, sondern mit ihm auch noch alle ca. 250 Bands mit ca. 1000 Musikern aus dem Haus rausgeschmissen werden! Er hat bereits nach deren Namen und Verträgen gefragt...

Was Herr Scharfstein dann mit einem leeren Haus möchte steht in den Sternen, aber eins steht fest, dass durch Herrn Scharfstein dem Geschäftsführer der Buchberger Straße 6 GmbH, einem Unternehmen welches der Scharfstein Group entspringt, von heute auf morgen etwa 1000 Musiker auf die Straße gesetzt werden sollen, ist ein gesellschaftlicher, kulturpolitischer und letztlich auch höchst unmenschlicher Skandal. 

Warum sollen ca. 1000 Musiker aus einem Haus raus, dass über eine vom Bauamt genehmigte Nutzung, einer von Prüfingenieuren abgenommenen Brandschutztechnik und einen vom Umweltamt abgenommenen Schallschutz verfügt und dies obwohl der neue Eigentümer bisher nicht einmal weiß, wie er das Objekt nutzen will? 

Was würde der Hauseigentümer bzw. sein Geschäftsführer Herr Scharfstein auf diese Frage antworten? 
.... Aufgrund eines Schriftformfehlers? 

Gezeichnet am 06.02.2017: 
Dirk Kümmele - Betreiber des Berliner Rockhauses - 

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