Mein Usedom-Tagebuch –
Erlebnis-Insel auch in der kalten Jahreszeit!
TEIL 2

Geschrieben von Zeitpunkt am 09. Dezember 2013 um 11:15:12

Usedom Tag 1: Der Abend
Ich beschloss, einen kleinen Rundgang durch Heringsdorf zu machen mit der Hoffnung, vielleicht auf ein wenig Nachtleben zu stoßen. Doch Heringsdorf bietet zumindest in dieser Jahreszeit nichts – wenigstens habe ich nichts gefunden. Mit Nachtleben meine ich nicht irgendwelche Frauen, die sich in einem Lokal an Stangen räkeln, sondern ein kulturelles Angebot.


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Usedom Tag 1: Der Abend

Ich beschloss, einen kleinen Rundgang durch Heringsdorf zu machen mit der Hoffnung, vielleicht auf ein wenig Nachtleben zu stoßen. Doch Heringsdorf bietet zumindest in dieser Jahreszeit nichts – wenigstens habe ich nichts gefunden. Mit Nachtleben meine ich nicht irgendwelche Frauen, die sich in einem Lokal an Stangen räkeln, sondern ein kulturelles Angebot.

Heringsdorf am Abend
Die Straßen von Heringsdorf waren ausgestorben, ich traf innerhalb einer Stunde nur ein Pärchen, das sich gegen den Wind stemmte. Ich beschloss umzudenken und ließ die wunderbare Bäder-Architektur in romantischem Licht auf mich wirken. Heringsdorf zeigte sich im wahren Sinne des Wortes in einem anderen Licht als am Tage. Es war wirklich romantisch, und ich bedauerte sehr, nicht in weiblicher Begleitung diese Stimmung genießen zu können.

Vom Studium der Speisekarten
So ließ ich es mir nicht entgehen, sämtliche Speisekarten der Hotels und Restaurants zu studieren. Es dominierten zweifellos Fisch und Wild, und zwar in geballtem Angebot. Die Preise, das muss man akzeptieren, entsprechen einem Seebad. Was heißt, sie sind im oberen Mittel angesiedelt, obwohl keine Saison ist. Ich habe allerdings keine Urlauber getroffen, denen die Preise zu hoch waren.

Opa, Oma und Enkel
Apropos Urlauber: Es war auffallend, dass viele von ihnen Großeltern waren, die mit ihrem noch nicht schulpflichtigen Enkel Ferien auf Usedom machten. Dies liegt vor allem daran, dass die Hotelpreise im Spätherbst, also kurz vor dem Winter, äußerst günstig sind. Ein echtes Argument für einen Usedom-Urlaub zu dieser Jahreszeit – und die herrliche, reine Luft ist eine Wohltat.

Das Abendessen
So ging ich in mein Hotel „Pommerscher Hof“ zurück, der für seine Gäste ein wahrlich üppiges und qualitativ hochwertiges Büfett anbot. Ich mag jedoch keine Büfetts, ich lasse mir lieber meine Essen an den Tisch bringen, als im Gedränge zu stehen. Aber das ist ist eine sehr subjektive Meinung.

Ich wollte keinen Fisch und schon gar kein Wild, also entschied ich mich für ein „Wiener Schnitzel mit Bratkartoffeln“. Doch so einfach war die Bestellung gar nicht. Lediglich zwei Restaurant-Mitarbeiter waren für die vielleicht 50 oder 60 Gäste da. Da wäre jeder überfordert. Ich hatte noch die so freundlichen Mitarbeiter vom Frühstück in Erinnerung, doch jetzt musste ich die Erfahrung machen, dass der Kellner mich spüren ließ, dass ich mit meiner Bestellung ungelegen komme, da er mit den Getränken genug zu tun hatte. Ich hatte aber Verständnis für ihn, er ist ja für die dünne Personaldecke auch nicht verantwortlich.

Das Essen war überragend
Schneller als gedacht wurde mir mit vorwurfsvollem Gesicht das Gericht serviert und ich muss sagen: Es war hervorragend, Fleisch und Kartoffeln mit einer tollen Salatbeilage erfreuten meinen Gaumen in höchstem Maße. Und das Bier vom Brauhaus neben an hat alleine den Usedom-Besuch gelohnt. Es ist absolute Spitzenklasse. Doch dazu später mehr.

Usedom in der kalten Jahreszeit heißt: Man geht früh zu Bett
Schnell noch eine Zigarette vor dem Hotel geraucht und dann hoch aufs Zimmer, obwohl ich noch gar nicht wollte. Eine Alternative hatte ich allerdings nicht. So ging der erste Tag zu Ende – und ich freute mich auf den nächsten Tag, denn ich war mit Braumeister Schreieder vom Usedomer Brauhaus verabredet. Das allerdings schon morgens um 7.30 Uhr was bedeutet, dass es wohl keine Bierverkostung geben wird. Gott sei Dank. (Fortsetzung folgt)

Horst Schöck