Neuroleadership – eine Revolution in der Unternehmensführung?
Geschrieben von Zeitpunkt am 07. November 2016 um 12:14:04

ZEITPUNKT-MAGAZIN - Der US-Amerikaner David Rock brachte im Jahr 2006 in Los Angeles Neurowissenschaftler mit Führungsexperten zusammen, um unter dem Begriff Neuroleadership ungewöhnliche Führungsstrategien in Unternehmen zu diskutieren und neue Führungsansätze zu entwickeln. Dabei war dort die grundsätzliche Frage, ob das menschliche Gehirn Auskunft über Führungskompetenzen von Unternehmern geben kann. Es sollte feststellt werden, ob und inwieweit medizinische Untersuchungen der Gehirntätigkeit tatsächlich imstande sind, zuverlässige Informationen über das alltägliche Berufsleben zu liefern. Nachdem Ende Oktober 2009 in Los Angeles bereits das vierte Leadership Summit abgehalten wurde, fand das Thema auch im deutschsprachigen Raum zunehmende Beachtung. 


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ZEITPUNKT-MAGAZIN - Der US-Amerikaner David Rock brachte im Jahr 2006 in Los Angeles Neurowissenschaftler mit Führungsexperten zusammen, um unter dem Begriff Neuroleadership ungewöhnliche Führungsstrategien in Unternehmen zu diskutieren und neue Führungsansätze zu entwickeln. Dabei war dore grundsätzliche Frage, ob das menschliche Gehirn Auskunft über Führungskompetenzen von Unternehmern geben kann. Es sollte feststellt werden, ob und inwieweit medizinische Untersuchungen der Gehirntätigkeit tatsächlich imstande sind, zuverlässige Informationen über das alltägliche Berufsleben zu liefern. Nachdem Ende Oktober 2009 in Los Angeles bereits das vierte Leadership Summit abgehalten wurde, fand das Thema auch im deutschsprachigen Raum zunehmende Beachtung. 

Neurowissenschaftliche Erkenntnisse und
Methoden zur Mitarbeiterführung


Zur Gestaltung einer erfolgreichen neuen Arbeitsumwelt verknüpft Neuroleadership die bekannten Methoden der Mitarbeiterführung mit den Erkenntnissen der Neurowissenschaft. Dabei geht es um entsprechende Führungsansätze mit dem Ziel eines besseres Verständnis des Mitarbeiterverhaltens zu bekommen. Es sollen geeignete Maßnahmen gefunden werden, um mit einem veränderten Führungsstil den gewünschten Führungserfolg zu erreichen. Der Neurologe Christian E. Elger beschreibt in seinem Buch Neuroleadership, herausgegeben über Haufe, die sieben Grundregeln der neurowissenschaftlichen Methode. Dabei erklärt er die Funktionsweise der wichtigsten Hirnsysteme und was sie für die Führungspraxis bedeuten. Elger zeigt anhand von praktischen Beispielen aus dem Berufsalltag, was Führungskräfte über Neurowissenschaften wissen müssen.

Ziel und Nutzen von Neuroleadership

Von der Umsetzung der Neuroleadership-Maßnahmen sind zwei verschiedene Unternehmensebenen betroffen: Die Mitarbeiterebene und die Organisationsebene. Die individuell auf die Mitarbeiter bezogene Ebene betrifft das Verhältnis zwischen Führungskraft und Mitarbeiter. Dabei geht es um das Bedürfnis nach Orientierung und Kontrolle, um das ständige Wissen, was gerade vor sich geht. Mitarbeiter benötigen für ihre Zufriedenheit mehr, als nur einen Gehaltsscheck. Auf der die individuelle Arbeitswelt übergreifenden Organisationsebene ist die Gestaltung der gesamten Arbeitswelt maßgebend.

Dank der heutigen neurowissenschaftlichen Erkenntnisse beschreibt Neuroleadership die biochemischen Zusammenhänge einschließlich möglicher Folgeerkrankungen der Mitarbeiter. Hier wird deutlich, dass rein aufgaben- und zielorientierte Ansätze der Führung negative Auswirkungen auf die gesamte Unternehmensorganisation haben. Das Ziel im Neuroleadership muss sein, eine mögliche Unzufriedenheit der Mitarbeiter und damit Inkonsistenzen zu vermeiden.

Vorteile von Neuroleadership

Empirische Untersuchungen bezüglich der Förderung von Leistung und Gesundheit der Mitarbeiter haben bewiesen, dass Neuroleadership im Sinne der Konsistenztheorie signifikant zur Förderung von Gesundheit und Leistung beiträgt. Leider wurde in den Entscheidungsebenen der Unternehmen vielfach noch nicht erkannt, dass der bisherige Führungsstil der Zufriedenheit von Mitarbeitern und Führungskräften und dem damit verbundenen Unternehmenswohl nicht zuträglich war. Die neuen Möglichkeiten, Zusammenhänge im biochemischen Bereich und ggf. daraus resultierende Folgeerkrankungen dank der neurowissenschaftlichen Untersuchungen aufzuzeigen, machen deutlich, dass gegenüber rein ziel- und aufgabenorientierten Ansätzen überwiegend positive Auswirkungen die Folge sind.

Fazit

Wenn gewollt ist, dass Mitarbeiter zum Wohle der Unternehmen gerne arbeiten und dabei erfolgreich gute Leistungen generieren, dann ist es notwendig, die Vorgaben von Neuroleadership umzusetzen. Allein hierfür müssen Führungskräfte sensibilisiert werden, um auf der Mitarbeiter- wie Unternehmensebene neue Maßstäbe für Zufriedenheit und Erfolg zu setzen.