Neuigkeiten aus Madagaskar
Geschrieben von Zeitpunkt am 31. März 2017 um 11:34:45

ZEITPUNKT-MAGAZIN – Die Mikea zählen zu den geheimnisvollsten Stämmen Madagaskars. Die Nomaden aus dem südwestlichen Madagaskar leben auf urtümliche Weise von Jagd und Ernte und lässen sich spirituell von Naturgeistern leiten. Ihre Heimat ist heute im Mikea National Park, etwa 120 Kilometer nördlich von Tuléar – dort befindet sich auch die im April 2015 eröffnete Mikea Lodge. Die luxuriöse Unterkunft ist eine Hommage an die Kultur des Nomadenstammes. An einem feinen Sandstrand reihen sich zehn ausgebaute Zelte mit jeweils eigener Open Air-Dusche und -Toilette.


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Mikea Lodge: Luxuriös, nachhaltig, sozial

ZEITPUNKT-MAGAZIN – Die Mikea zählen zu den geheimnisvollsten Stämmen Madagaskars. Die Nomaden aus dem südwestlichen Madagaskar leben auf urtümliche Weise von Jagd und Ernte und lässen sich spirituell von Naturgeistern leiten. Ihre Heimat ist heute im Mikea National Park, etwa 120 Kilometer nördlich von Tuléar – dort befindet sich auch die im April 2015 eröffnete Mikea Lodge. Die luxuriöse Unterkunft ist eine Hommage an die Kultur des Nomadenstammes. An einem feinen Sandstrand reihen sich zehn ausgebaute Zelte mit jeweils eigener Open Air-Dusche und -Toilette.

Das Thema Nachhaltigkeit spielt dabei eine entscheidende Rolle: Das Hotel versorgt sich selbst, Strom wird über die hoteleigenen Solarpanels erzeugt. Eine weitere Besonderheit ist die intensive Verbindung mit den Mikea, mit denen das Hotel einen regen Tauschhandel betreibt. So kommt beispielsweise der Honig auf dem Frühstücksbuffet aus der Produktion des Stammes.

Der Kontakt mit dem Mikea-Stamm ist auch für die Besucher des Hotels möglich. Gemeinsam mit einem Guide fahren sie im Quad zum Waldrand, von wo aus es zu Fuß weitergeht. Dort können dann die lokale Fauna, unter anderem Baobabs und Aloepflanzen, sowie die vielfältige Vogelwelt entdeckt werden, bis der Weg die Besucher in das Dorf der Mikea führt. Der Aufenthalt gibt den Touristen einen Einblick in die Lebenswelt des Nomadenstammes.

Die Mikea Lodge bietet seinen Gästen noch eine Vielzahl weiterer Aktivitäten. Angler lassen sich vom Team des zur Mikea Lodge gehörenden nautischen Zentrums zu den besten Angelplätzen begleiten – zu den häufigsten dort gefangenen Fischen zählen die Goldmakrele, der Pfeilhecht, der Zackenbarsch und der Schnapperfisch. Das Besondere: Wer will, kann seinen Fang dem Chefkoch des Hotelrestaurants bringen, der daraus dann ein köstliches Abendessen zaubert. Weitere Wassersportangebote gibt es in breiter Vielfalt, dazu gehören Schnorchelausflüge, Tiefseetauchen, Walsafaris, Kitesurfen, Stand Up Paddling sowie Jetski und Flyboard.

Von Tuléar, eine Flugstunde von Antananarivo entfernt, ist die Lodge mit dem Boot oder dem Geländewagen in zirka drei Stunden zu erreichen.

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Neue Wanderwege mitten in der Natur des Isalo-Nationalparks

Spektakuläre Natur gibt es im Isalo-Nationalpark zu entdecken. Hier finden sich nicht nur exotische Pflanzenarten wie Aloe, Wolfsmilch, Zwergbaobabs und Kalanchoe, sondern auch eine vielfältige Tierwelt, zu der viele endemische Spezies gehören. Zwei neue Wege führen nun durch das Isalo-Massiv, die mitten in die unberührte Natur des Parks führen. Sowohl der Antsifotra-Weg als auch der Anjofo-Weg beginnen im Dorf Andremanero. Dessen Bewohner gehören dem Bara-Stamm an und leben hauptsächlich von Landwirtschaft und Rinderzucht.

Die neuen Wege, beide mit mittlerem Schwierigkeitsgrad, lassen sich gut miteinander kombinieren, da sie zu Beginn zusammen verlaufen und sich erst im Laufe der Strecke gabeln. Der Weg führt von Canyon zu Canyon, vorbei an Reisfeldern, durchquert den Menamaty-Fluss und die Savanne. Außerdem finden sich traditionelle Gräber der Bara am Wegesrand. Die vielfältige, im Isalo-Nationalpark beheimatete Fauna zeigt sich den Wanderern auf den Bäumen, am Boden und in den Gewässern: Zu sehen gibt es unter anderem verschiedene Reptilienarten und Lemuren.

Nach zweieinhalb Stunden führt der Weg zu den Anjofo-Fällen, wo ein Strand zum Baden einlädt. Wer sich für den Antsifotra-Weg entscheidet, darf sich nach dem Wandern ebenfalls bei einem Bad erfrischen. Hier gestaltet sich das Schwimmen abenteuerlicher, in einem engen, mit Auenwäldern bewachsenen Tal. Entlang des Weges können  Wanderer zahlreiche Vögel und Schmetterlinge beobachten. Und das alles in einem ganz besonderen Licht: Durch die rote Farbe der Steine und Kiesel wird die Umgebung in ein fast märchenhaftes Ambiente getaucht.