Flüchtlinge:
»ZDFzoom« über Bürokratie statt Integration

Geschrieben von Zeitpunkt am 10. April 2017 um 14:55:20

ZEITPUNKT-MAGAZIN – Auch im dritten Jahr des Flüchtlingszustroms nach Deutschland sitzen viele Asylbewerber immer noch monatelang in Unterkünften, ohne gefördert oder gefordert zu werden. »ZDFzoom« fragt am Mittwoch, 12. April 2017, 23.15 Uhr, direkt im Anschluss an die Fußball-Champions-League-Übertragung: Behindern Regelungswut und Bürokratie die Eingliederung von Asylbewerbern? Filmautorin Rita Knobel-Ulrich nimmt in »Bürokratie statt Integration – Flüchtlinge in Deutschland« die umfassende Frage in den Blick: Wo steht Deutschland im Jahr drei des Flüchtlingszustroms?


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ZEITPUNKT-MAGAZIN Auch im dritten Jahr des Flüchtlingszustroms nach Deutschland sitzen viele Asylbewerber immer noch monatelang in Unterkünften, ohne gefördert oder gefordert zu werden. »ZDFzoom« fragt am Mittwoch, 12. April 2017, 23.15 Uhr, direkt im Anschluss an die Fußball-Champions-League-Übertragung: Behindern Regelungswut und Bürokratie die Eingliederung von Asylbewerbern? Filmautorin Rita Knobel-Ulrich nimmt in »Bürokratie statt Integration – Flüchtlinge in Deutschland« die umfassende Frage in den Blick: Wo steht Deutschland im Jahr drei des Flüchtlingszustroms?

Ein syrischer Zahnarzt arbeitet in der Spülküche, eine iranische Hebamme sitzt arbeitslos zu Hause. Ein Frisör soll noch einmal eine dreijährige Ausbildung machen. Kann sich Deutschland, ein Staat, in dem Fachkräftemangel herrscht, das leisten? Laut Bundesarbeitsministerium sind 15 Prozent der Asylbewerber gut qualifiziert. Und das Integrationsgesetz verspricht: Deutschkurse, schnelles Ankommen in der Arbeitswelt. Wenn da nicht die Bürokratie wäre.

Erst nach Anerkennung des Asylantrags – ein Prozess, der viele Monate dauern kann – fragt das Jobcenter nach Beruf und Ausbildung. Erst dann werden Deutschkurse verpflichtend. Asylbewerber, die mehr wollen als essen, schlafen und warten, werden so ausgebremst. Die Doku beleuchtet, inwiefern Behörden, Berufsverbände, Handwerkskammern und Innungen sich unflexibel zeigen, monatelang Zeugnisse prüfen und mit Paragrafen-Reiterei die Berufsanerkennung verweigern.