Campact protestiert
mit Leopard-Panzer und Aktionstheater vor der Rheinmetall-Hauptversammlung

Geschrieben von Zeitpunkt am 05. Mai 2017 um 12:04:25

ZEITPUNKT-MAGAZIN – Der Rüstungskonzern Rheinmetall will in der Türkei mit finanzstarken und politisch eng mit Präsident Recep Erdogan vernetzten Partnern eine Panzerfabrik bauen. Damit will er sich für einen großen Panzerbau-Auftrag in der Türkei (Bau des »Altay«-Panzers), aber auch für Aufträge aus Katar (1000 gepanzerte Fahrzeuge) und weiteren Staaten bewerben. Der Konzern sucht bereits Manager und Ingenieure für die geplante Panzerproduktion in der Türkei. Die Fabrik würde zudem die Regierung Erdogan aufrüsten, die Panzer im bürgerkriegsähnlichen Konflikt im Südosten des Landes einsetzt.


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ZEITPUNKT-MAGAZIN – Der Rüstungskonzern Rheinmetall will in der Türkei mit finanzstarken und politisch eng mit Präsident Recep Erdogan vernetzten Partnern eine Panzerfabrik bauen. Damit will er sich für einen großen Panzerbau-Auftrag in der Türkei (Bau des »Altay«-Panzers), aber auch für Aufträge aus Katar (1000 gepanzerte Fahrzeuge) und weiteren Staaten bewerben. Der Konzern sucht bereits Manager und Ingenieure für die geplante Panzerproduktion in der Türkei. Die Fabrik würde zudem die Regierung Erdogan aufrüsten, die Panzer im bürgerkriegsähnlichen Konflikt im Südosten des Landes einsetzt.

Dies ergaben Recherchen des gemeinnützigen Recherchezentrums »Correctiv« mit dem Magazin Stern und der Exil-Redaktion der türkischen Zeitung Özgürüz. »Ein genehmigungspflichtiger Transfer“ von deutscher Technologie stehe »nicht im Mittelpunkt« des Projekts, sagt der Konzernsprecher. Die Formulierung lässt offen, dass er doch eine Rolle spielen könnte. Denn laut Recherchen von Correctiv basieren die Motoren des neuen Altay-Panzers sowie die Kanone auf deutscher Technik.

Rheinmetall hält an seinen Plänen fest, obwohl die öffentliche Kritik wächst und bereits über 270.000 Menschen gegen den Panzer-Deal mit Erdogan unterschrieben haben. Um den Druck auf den Konzern zu erhöhen, werden Campact-Aktive mit einem echten - ausgemusterten - Leopard-Panzer und Aktionstheater vor der Rheinmetall-Hauptversammlung in Berlin gegen den Panzer-Deal protestieren. Die Campact-Aktion ist Teil einer Kundgebung »Waffenexporte stoppen!«, die von Aktion Aufschrei und dem Berliner Bündnis »Legt den Leo an die Kette!« veranstaltet wird.

Zeit: Dienstag, 9. Mai, 9:00 Uhr (Aktionstheater ca. 9:25 Uhr)
Ort: Vor dem Maritim-Hotel, Stauffenbergstr. 26, 10785 Berlin