Eine wacklige Angelegenheit -
Neuer Anlauf für die Einheitswippe

Geschrieben von Zeitpunkt am 03. Juni 2017 um 21:28:12

Kommentar: Lausitzer Rundschau + Zeitpunkt-Magazin

ZEITPUNKT-MAGAZIN - Wippe hin, Wippe her - eine politische Glanzleistung steckt hinter dem jüngsten Beschluss des Bundestages ganz und gar nicht. Es ist das dritte Mal, dass das Parlament eine solche Entscheidung fällt. Nun soll das umstrittene Denkmal bis zum 30. Jahrestag des Mauerfalls 2019 stehen. Man kann über die konkrete Idee streiten. Auch darüber, ob Leipzig nicht in der Tat der richtigere Ort für die Erinnerung an die friedliche Revolution gewesen wäre.


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Kommentar: Lausitzer Rundschau + Zeitpunkt-Magazin

ZEITPUNKT-MAGAZIN - Wippe hin, Wippe her - eine politische Glanzleistung steckt hinter dem jüngsten Beschluss des Bundestages ganz und gar nicht. Es ist das dritte Mal, dass das Parlament eine solche Entscheidung fällt. Nun soll das umstrittene Denkmal bis zum 30. Jahrestag des Mauerfalls 2019 stehen. Man kann über die konkrete Idee streiten. Auch darüber, ob Leipzig nicht in der Tat der richtigere Ort für die Erinnerung an die friedliche Revolution gewesen wäre.

Worüber man aber wohl nicht streiten kann, ist, dass es sich um einen ehrgeizigen Zeitplan handelt. Denn Berlin tut sich bekanntlich bei der Realisierung von Projekten in dieser oder einer noch größeren Dimension schwer. Die Sache kann eine ziemlich wacklige Angelegenheit werden. Daher verwundert es nicht, dass das Denkmal laut Umfragen in Berlin alles andere als populär ist. Sieht man mal von der Mehrheit im Bundestag ab. Aber auch die könnte es sich ja nochmal anders überlegen . . .

(Wenn es schon eine »Einheitswippe« sein muss, dann bestimmt nicht vor dieses unnütze neue Schloss, das in Berlin kein Mensch braucht. Aber wenn schon ein Denkmal der Einheit, dann wäre der Alexanderplatz der richtige Ort. Hier begann die deutsche Einheit - und nicht vor einen Neubau, den sich die oberen Zehntausend ins Zentrum bauten. Die Red.)