Kirchentag 2019 in Dortmund: Keine Plattform für AfD zur aktiven Teilnahme
Geschrieben von Zeitpunkt am 22. November 2018 um 09:13:09

Kommentar von Max Maschmann
(Neue Westfälische)

ZEITPUNKT-MAGAZIN - Mit ihrer Entscheidung, den Rechtspopulisten von der AfD auf dem Kirchentag 2019 in Dortmund keine Plattform zur aktiven Teilnahme bieten zu wollen, hat die Evangelische Kirche von Westfalen Haltung bewiesen. Wie ernst es dem Veranstalter damit ist, dokumentiert der Auftritt von Hans Leyendecker in Bielefeld. "Wir laden keine Hetzer und Rassisten ein", sagte der Journalist und Kirchentagspräsident zuletzt. Das ist vor dem Hintergrund der just in Bielefeld zu Ende gegangenen Landessynode nur konsequent.


Erweiterte News

Kommentar von Max Maschmann
(Neue Westfälische)

ZEITPUNKT-MAGAZIN - Mit ihrer Entscheidung, den Rechtspopulisten von der AfD auf dem Kirchentag 2019 in Dortmund keine Plattform zur aktiven Teilnahme bieten zu wollen, hat die Evangelische Kirche von Westfalen Haltung bewiesen. Wie ernst es dem Veranstalter damit ist, dokumentiert der Auftritt von Hans Leyendecker in Bielefeld. "Wir laden keine Hetzer und Rassisten ein", sagte der Journalist und Kirchentagspräsident zuletzt. Das ist vor dem Hintergrund der just in Bielefeld zu Ende gegangenen Landessynode nur konsequent.

Dort hat die Evangelische Kirche von Westfalen die Migration zum dominierenden Thema erhoben, eine humanitäre Flüchtlingspolitik gefordert und die Unantastbarkeit der Menschenwürde postuliert. Gerade in Zeiten einer immer polemischer geführten Debatte um die Zuwanderung ist es wichtig, dass sich die Kirche als Institution dieses Themas annimmt - ruhig und besonnen.

Nahezu unvereinbar wäre es da, den Politikern der AfD eine Plattform zu bieten. Einer Partei, deren Führungsfiguren einst den Gebrauch von Schusswaffen an der Grenze forderten. Oder deren Vorsitzender Alexander Gauland einst über den dunkelhäutigen Fußball-Nationalspieler Jerome Boateng sagte: "Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben." Mit solchen Politikern lässt sich eben keine besonnene Diskussion über Integration und Migration führen. ...