Caritas international:
Klimawandel trifft vor allem die Ärmsten
Wetterbedingte Katastrophen nehmen zu

Geschrieben von Zeitpunkt am 30. November 2018 um 12:04:24

Stärkere Anstrengungen in der Vorsorge notwendig

ZEITPUNKT-MAGAZIN - Deutlich stärkere Anstrengungen in der Katastrophenvorsorge fordert Caritas international, das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, angesichts der deutlichen Zunahme wetterbedingter Naturkatastrophen. Im Vorfeld des Klimagipfels in Kattowitz sagte Peter Neher, Präsident des Deutschen Caritasverbandes: "In unseren Hilfsprojekten erleben wir tagtäglich, dass vor allem diejenigen sterben, denen Wissen und Geld fehlen, um sich vor den Folgen des Klimawandels zu schützen.


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Stärkere Anstrengungen in der Vorsorge notwendig

ZEITPUNKT-MAGAZIN - Deutlich stärkere Anstrengungen in der Katastrophenvorsorge fordert Caritas international, das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, angesichts der deutlichen Zunahme wetterbedingter Naturkatastrophen. Im Vorfeld des Klimagipfels in Kattowitz sagte Peter Neher, Präsident des Deutschen Caritasverbandes: "In unseren Hilfsprojekten erleben wir tagtäglich, dass vor allem diejenigen sterben, denen Wissen und Geld fehlen, um sich vor den Folgen des Klimawandels zu schützen. Diese Menschen leben oft in besonders gefährdeten Flutungsgebieten von Flüssen oder an abrutschgefährdeten Berghängen. Um ihr Leben zu schützen, brauchen wir wirksame Fortschritte im Kampf gegen den Klimawandel."

Die Zahl der Naturkatastrophen hat sich seit den 90er Jahren auf heute durchschnittlich 350 pro Jahr verdoppelt. Zurückzuführen ist das vor allem auf die steigende Zahl extremer Wetterereignisse wie Wirbelstürme und Dürren, während die Zahl der geophysikalischen Katastrophen wie Erdbeben oder Vulkanausbrüche konstant bleibt.

Um die Folgen des Klimawandels insbesondere für die Menschen im globalen Süden einzudämmen, brauche es neben der Reduzierung der Treibhausgase vor allem stärkere Anstrengungen in der Katastrophenvorsorge, so Caritas-Präsident Neher: "Der fortschreitende Klimawandel macht es notwendig, dass mit viel größeren Anstrengungen als bisher der Aufbau von Katastrophenfrühwarnsystemen, der Bau von Dämmen und Wasserrückhaltebecken oder die Errichtung von sturm- und flutsicheren Gebäuden vorangetrieben wird. Geschieht das nicht, werden noch mehr Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika an den Folgen des Klimawandels sterben."

Caritas international weitet seine Vorsorgemaßnahmen seit Jahren beständig aus. Das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes baut beispielsweise mit den Men-schen in Ostafrika Wasserdämme und Tiefbrunnen, um in Dürrephasen eine lebensrettende Wasserversorgung zu gewährleisten. In Regionen, die von Hurrikans häufig heimgesucht werden, errichtet Caritas Schutzbauten - wie in Bangladesch und auf Haiti.