Sonnenblume: die Sonnenanbeterin unter den Sommerblumen

 Sonnenblume: die Sonnenanbeterin unter den Sommerblumen
Bild: Tollwasblumenmachen.de

ZEITPUNKT-MAGAZIN – Welche Blume verkörpert den Sommer besser als die Sonnenblume? Die aus der Familie der Korbblütler stammende Blume besticht durch ihre imposante Erscheinung, die an die Sonne erinnert. Ihre knallig gelben Blüten strahlen und sie vermittelt ein charmant warmes Flair, das jedes Umfeld aufwertet. Das Geheimnis ihrer Schönheit ist dabei sogar mathematisch begründbar.

Ihre intensiv gelben Blüten versprühen überall einen sommerlichen Charme. Als Schnittblume setzt die Sonnenblume sowohl im Strauß als auch einzeln in der Vase mit ihrem kräftigen Gelbton tolle Farbakzente und passt somit ideal zu dem Trend „Happy Life“, der eine bunt ausgelassene Lebenseinstellung mit Pastelltönen und kindlich verspielten Formen verkörpert. In kleinen Vasen kombiniert sorgen Sonnenblumen, weißer und blauer Rittersporn, Lavendel, pinkfarbener Sonnenhut und die filigranen Agapanthusblüten für Sommerfeeling.  

Aus den griechischen Wörtern „Helios“ für Sonne und „Anthos“ für Blume leitet sich die botanische Bezeichnung für die Sonnenblume „Helianthus Annuus“ ab. Die Sommerblume kommt ursprünglich aus Nord- und Südamerika, wo bereits die Inkas die Blume kannten. Im 16. Jahrhundert brachten Seefahrer Samen nach Europa, wo sie als Zierpflanze kultiviert wurde. Sonnenblumen gehören zu der Sorte Pflanzen, die ihr Wachstum und ihre Bewegung zur Sonne ausrichten. Der Fachbegriff für dieses Phänomen heißt „Heliotropismus“, was aus dem Altgriechischen übersetzt „Hinwendung zur Sonne“ bedeutet. Nicht nur im Beet, sondern auch bei Schnittblumen in der Vase lässt sich die Erscheinung beobachten. Nachts mögen sie ihre Köpfe hängen lassen, morgens „erwachen“ Sonnenblumen jedoch wieder und wandern mit dem Licht. Es ist also ratsam, die Blumen an einen lichtdurchfluteten Ort zu stellen. 

Interessant ist auch, dass die Sonnenblume im Bau ihrer Blüte, genauer in der Anordnung der Kerne, Spiralen aufweist, deren Anzahl auf der wissenschaftlichen „Fibonacci-Folge“ beruht. Damit der Korb vollständig ausgefüllt ist, gibt es eine exakte genetische Festlegung, die sich nach den Gliedern der mathematischen Folge drei, fünf, acht usw. richtet, bei der jedes Glied die Summe der beiden vorangehenden ist. Jeder Kern ist außerdem um exakt 137,5 Grad neben seinem Nachbarkern versetzt, so dass sich hier zusätzlich der Goldene Winkel finden lässt, der wiederum auf der Zahl des Goldenen Schnittes beruht. Die Sonnenblume ist also ein kleines mathematisches Wunder!

Bevor die Sonnenblume in einer Vase arrangiert wird, sollte ihr Stängel mit einem scharfen Messer vorsichtig schräg angeschnitten werden. So wird für die bestmögliche Aufnahme des Wassers gesorgt. Die unteren Blätter sollten sorgfältig entfernt werden, so dass sie nicht im Wasser welken. Nach dem Anschneiden sollten die Stielenden für drei Sekunden in heißes, nicht kochendes Wasser getaucht werden, damit der in diesen enthalte klebrige Saft durch das Versiegeln nicht mehr auslaufen kann. Nach spätestens drei Tagen sollte das Wasser gewechselt werden. So hält die Freude an den Sonnenblumen besonders lang an!

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