Klaus Lederer, Spitzenkandidat Die Linke: Warum es die etablierten Parteien nicht schaffen, die AfD zu entzaubern

Klaus Lederer, Spitzenkandidat Die Linke: Warum es die etablierten Parteien nicht schaffen, die AfD zu entzaubern
Klaus Lederer

ZEITPUNKT-MAGAZIN/n-tv – »Menschen, die sich dazu entschieden haben die AfD zu wählen, weil sie sagen ‚Merkel muss weg‘ oder weil sie die Äußerung ‚wir schaffen das‘ falsch fanden, die sind ganz schwer zu überzeugen. Ihnen geht es letztlich nicht um die Probleme Berlins, ihnen geht es nicht darum, wie wir die Stadt sozial gestalten. Sie wollen einfach ihren Frust ausdrücken. Frust kann man mit konzeptionellen Angeboten und Lösungen allein nicht überwinden.«

Dazu, was die Linke falsch macht, da sie wohl nur viertstärkste Kraft in Berlin werden:
»Der Sonntag liegt ja noch vor uns und da entscheiden die Wählerinnen und Wähler. Ich kann nur sagen, bevor man anfängt Schnittmengen zu suchen zwischen den Parteien, ist es eigentlich erstmal wichtig, die Unterschiede herauszustellen und was die Alleinstellungsmerkmale sind. Für uns ist es wichtig, das Wachstum, das in Berlin ja alle loben, in eine soziale und nachhaltige Richtung zu steuern. Wichtig ist für uns auch, dass wir etwas für die Wohnungspolitik in der Stadt tun, dass die Armut in der Stadt nicht vergessen wird.

Berlin ist immer noch eine der ärmsten Städte in einem der reichsten Länder Europas. Der dritte Punkt ist, das gemeinsam mit den Berlinerinnen und Berlinern zu machen. Leute die berechtigten Protest haben, Leute die Protest an die Politik herantragen, um etwas zu ändern, die haben bei der Linken eine gute Adresse.«

Dazu, ob es ihm gefallen würde, als Junior Partner in einer rot-rot-grünen Koalition zu sein:
»Ich habe von Anfang an gesagt, dass wir schauen müssen, welche inhaltlichen Schnittmengen es gibt, wenn es reicht. Wir brauchen in Berlin aber einen anderen Politikstil. (…) Die Berlinerinnen und Berliner haben im vergangenen Jahr gezeigt, wie sie auf Politikversagen reagieren können, in den Unterkünften für Geflüchtete, im Landesamt für Gesundheit und Soziales. Viele setzen sich hier mit Volksbegehren und Volksinitiativen ein. Sie setzen Themen auf die Tagesordnung.

Es muss endlich aufhören, dass sie als Feinde der Politik betrachtet werden. Wir können die Stadt Berlin nur mit den Berlinerinnen und Berlinern und ihrem Engagement zum Positiven verändern und diesen Schwung möchte ich gerne in die Politik bringen. Wenn es dazu dann eine Konstellation gibt, wo man auch Gemeinsamkeiten finden kann, dann kann das Berlin vorwärts bringen.«

Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare verfasst.

Kommentar schreiben

Name:

Sicherheitscode: