Berlin: Kampf gegen Müll durch
To-go-Becher - Nur mit Pfand auf die Hand

Berlin: Kampf gegen Müll durchTo-go-Becher - Nur mit Pfand auf die Hand

ZEITPUNKT-MAGAZIN – 320.000 Stück gehen jede Stunde in Deutschland über die Ladentheke. Dann werden sie im Schnitt 15 Minuten lang benutzt, bevor sie im Müll, oder schlimmer, in der Landschaft landen. Damit sind sie noch kürzer im Gebrauch, als Plastiktüten. Die Rede ist von Bechern für Heißgetränke zum Mitnehmen, die immer beliebter werden. Für die kurze Lebensdauer der Becher, werden Unmengen an Ressourcen verbraucht. Das steckt alles in den 2,8 Milliarden Coffe to go-Bechern, die wir Deutschen im Schnitt jedes Jahr verbrauchen: 

Die Zahl ist gigantisch: An einem einzigen Tag landen in Berlin geschätzt fast eine halbe Million Pappbecher im Müll. Die Politik denkt über eine Steuer nach, zwei Berliner sind schon aktiv geworden. Von Franziska Ritter

Im Isla Coffee in Neukölln wird Kaffee in allen Variationen kredenzt. Hin und wieder geht ein Coffee "to go" im Pappbecher heraus. Das gehört in Berlin einfach dazu, sagt Philipp Reichel, der das Café betreibt. Damit komme aber auch eine wesentliche Zahl an Bechern zusammen, die täglich auch in seinem Laden verbraucht werden, sagt Reichel. Sein Anspruch ist es, die Kunden dazu zu bringen zumindest darüber nachzudenken. "Der Kaffee im Becher zum Mitnehmen kostet mehr. So machen wir den Leuten bewusst, ein zweites Mal zu überlegen." Zehn Cent kostet der Becher. Geld, das der Cafébetreiber auf seine Kunden umlegt.

Seit kurzem bietet das Café eine Alternative zum Pappbecher an: Einen Mehrwegbecher, den der Berliner Clemens Pech zusammen mit seiner Mitstreiterin Ulrike Gottschau entwickelt hat. Stabil, spülmaschinenfest und schnell trocken sei das Modell aus Bambus, sagt Pech. "Der Becher hat viele Eigenschaften, die in einem Café gefordert werden. Wir haben uns für dieses höherwertige Modell aus Bambus statt Plastik entschieden. Und er passt unter die Siebträgermaschinen, aus denen der Kaffee fließt, was für die Barista sehr wichtig ist."

Den gesamten Artikel zu Berlin finden Sie hier

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