Nie wieder Krieg – Nie wieder Faschismus

Nie wieder Krieg – Nie wieder Faschismus
DGB-Vorsitzender Reiner Hoffmann

DGB, Deutsches Theater und Deutscher Kulturrat zum Antikriegstag

ZEITPUNKT-MAGAZIN - Seit 60 Jahren wird am 1. September daran erinnert, dass Deutschland an diesem Tag 1939 Polen überfiel und damit den Zweiten Weltkrieg entfachte. Die Friedensorganisationen erneuern an diesem Tag ihr Bekenntnis »Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus« – und dieses Bekenntnis ist angesichts von weltweit 35 zwischenstaatlichen Konflikten und wachsenden Spannungen wichtiger denn je.

»Der Frieden, den wir in Europa seit 70 Jahren haben, ist nicht naturgegeben, sondern das Ergebnis langer, weitsichtiger politischer Arbeit. Dieser Frieden ist bedroht, wenn der europaweit zu beobachtende Aufstieg des Rechtspopulismus anhält und militärische Strategien als Lösung wieder diskutabel werden. Europa muss hier gegenhalten. Europa und Deutschland müssen friedenspolitisch Verantwortung übernehmen und eine gemeinsame Strategie der friedenssichernden Konfliktprävention finden«, sagte der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann. Zur Friedenssicherung und Konfliktprävention gehöre soziale Gerechtigkeit und die faire Gestaltung der Globalisierung.

Anlässlich des Jubiläums begehen die Gewerkschaften den Antikriegstag dieses Mal mit besonderem Engagement: in Berlin mit der Friedensdemonstration der Initiative »Entspannung jetzt« vor dem Brandenburger Tor, sowie zusammen mit dem Deutschen Kulturrat und dem Deutschen Theater mit der Aufführung »Septembren«.

»Kultur wird im Zeitalter der populistischen Vereinfachung zur Aus- und Abgrenzung missbraucht. Missbraucht für vermeintlich einfache Lösungen komplexer Sachverhalte. Missbraucht von wenigen, die mehr werden: in Deutschland wie in einigen europäischen Ländern. Lassen Sie uns gemeinsam dafür eintreten, Ängste in Neugier zu verwandeln und damit zu Frieden und Verständigung beizutragen. Der Deutsche Kulturrat wird seinen Beitrag dazu leisten«, sagte der Präsident des Deutschen Kulturrats, Prof. Christian Höppner.

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